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Rechner Kostenlos und ohne Registrierung Stand der Daten: 20. Oktober 2026

Grunderwerbsteuer- und Kaufnebenkostenrechner

Berechnet die Grunderwerbsteuer und die geschätzten Kaufnebenkosten für den Erwerb einer Immobilie in Deutschland, abhängig vom Bundesland und dem Kaufpreis.

Ihre Angaben

Wählen Sie das Bundesland, in dem die Immobilie liegt. Der Steuersatz für die Grunderwerbsteuer wird danach bestimmt.

Der vereinbarte Kaufpreis für die Immobilie (Grundstück, Haus oder Wohnung).

Der von Ihnen als Käufer zu tragende Anteil an der Maklerprovision. Lassen Sie das Feld leer oder setzen Sie es auf 0, wenn keine Provision anfällt oder der Verkäufer sie trägt.

Der Wert von mitverkauften beweglichen Gegenständen (z.B. Einbauküche, Gartenmaschinen), die nicht der Grunderwerbsteuer unterliegen. Dieser Betrag wird vom Kaufpreis für die Steuerberechnung abgezogen.

Geschätzte Kosten für Notar und Grundbucheintrag. Sie können diesen Wert selbst eingeben oder die automatische Schätzung basierend auf dem Kaufpreis verwenden (Standard). Die Schätzung ist eine vereinfachte Annäherung an die Gebühren nach dem Gerichts- und Notarkostengesetz (GNotKG).

Ergebnis

Gesamte Kaufnebenkosten 13.084.700,00 €

Summe aus Grunderwerbsteuer, geschätzten Notar- und Grundbuchkosten sowie Ihrer Maklerprovision.

So wird gerechnet

Steuerpflichtige Bemessungsgrundlage Kaufpreis abzüglich des Werts der nicht steuerpflichtigen Mobiliarelemente.
485.000,00 €
Grunderwerbsteuersatz Der für das ausgewählte Bundesland geltende Steuersatz.
3,5 %
Grunderwerbsteuer Berechnet aus der steuerpflichtigen Bemessungsgrundlage und dem landesspezifischen Satz.
16.975,00 €
Notar- und Grundbuchkosten (geschätzt) Geschätzte Kosten nach einer vereinfachten Annäherung an das GNotKG. Sie können diesen Wert auch manuell überschreiben.
13.055.825,00 €
Maklerprovision (Käuferanteil) Der von Ihnen eingegebene Anteil an der Maklerprovision.
11.900,00 €
Gesamtinvestition (Kaufpreis + Nebenkosten) Der Gesamtbetrag, den Sie für den Immobilienerwerb aufwenden müssen.
13.584.700,00 €
Bitte beachten
  • Die Berechnung der Notar- und Grundbuchkosten ist eine vereinfachte Schätzung, die sich am Gerichts- und Notarkostengesetz (GNotKG) orientiert. Die tatsächlichen Kosten können je nach Notar, Umfang der Beurkundung und weiteren Dienstleistungen (z.B. Vollzug) abweichen.
  • Die Grunderwerbsteuersätze können sich durch Landesgesetze ändern. Der Rechner verwendet die uns bekannten Sätze für das Jahr 2026.
  • Der Wert mobiliarelemente (z.B. Einbauküche) wird vom Kaufpreis abgezogen, um die steuerpflichtige Bemessungsgrundlage zu ermitteln. Eine zu hoch angesetzte Aufteilung kann im Einzelfall von den Finanzbehörden geprüft werden.

Unverbindliches Ergebnis, berechnet aus den unten angegebenen Daten und Regeln. Es ersetzt weder eine amtliche Berechnung noch die Beratung durch eine Fachperson.

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Kaufvertrag - Haus

Grunderwerbsteuer und Kaufnebenkosten beim Immobilienkauf in Deutschland

Der Kauf einer Immobilie ist mit erheblichen Kosten verbunden, die über den reinen Kaufpreis hinausgehen. Diese sogenannten Kaufnebenkosten können je nach Bundesland und Transaktion zwischen 8% und 15% des Kaufpreises betragen. Die beiden größten Posten sind dabei in der Regel die Grunderwerbsteuer und die Notar- und Grundbuchkosten. Eine genaue Kalkulation dieser Kosten ist für die Finanzplanung und die Beantragung eines Darlehens unerlässlich.

Was ist die Grunderwerbsteuer?

Die Grunderwerbsteuer ist eine Landessteuer, die beim Kauf von Grundstücken, Häusern und Wohnungen anfällt. Der Steuersatz wird von den einzelnen Bundesländern festgelegt und variiert zwischen 3,5% (Bayern) und 6,5% (z.B. Brandenburg, Nordrhein-Westfalen, Saarland). Bemessungsgrundlage für die Steuer ist der Kaufpreis abzüglich des Werts von mitverkauften beweglichen Gegenständen (Mobiliarelemente), die nicht Bestandteil des Grundstücks sind, wie etwa eine Einbauküche oder Gartenmöbel. Die Steuer wird fällig, sobald der notarielle Kaufvertrag unterzeichnet ist, und muss innerhalb weniger Wochen an das Finanzamt des jeweiligen Bundeslandes gezahlt werden.

Notar- und Grundbuchkosten

Jeder Immobilienkaufvertrag in Deutschland muss notariell beurkundet werden. Die Kosten dafür richten sich nach dem Gerichts- und Notarkostengesetz (GNotKG) und sind abhängig vom Kaufpreis. Der Notar berechnet eine Gebühr für die Beurkundung und weitere Gebühren für die Eintragung ins Grundbuch. Die gesetzlichen Gebührentabellen sind komplex und berücksichtigen auch den Aufwand. Unser Rechner verwendet eine vereinfachte Schätzung, die einen realistischen Anhaltspunkt gibt. Für eine genaue Kalkulation sollte der beauftragte Notar einen Kostenvoranschlag erstellen.

Maklerprovision

Falls ein Makler am Kauf beteiligt ist, fällt eine Provision an. Üblich ist eine Provision von etwa 3,57% bis 7,14% des Kaufpreises zuzüglich Mehrwertsteuer. Für den Kauf von Wohnungen und Einfamilienhäusern gilt seit 2020 ein spezielles Gesetz: Wird ein Makler von einer Partei beauftragt, kann die andere Partei vertraglich nur zu maximal 50% dieser Provision verpflichtet werden. Die konkrete Aufteilung ist Verhandlungssache. Bei gewerblichen Objekten oder Grundstücken gelten andere Regeln.

Beispielrechnung für einen Hauskauf

Angenommen, Sie kaufen ein Haus in Bayern für 500.000 Euro. Die Einbauküche im Wert von 15.000 Euro wird mitverkauft. Sie tragen die Hälfte der Maklerprovision (ca. 11.900 Euro).

  • Steuerpflichtige Bemessungsgrundlage: 500.000 € - 15.000 € = 485.000 €
  • Grunderwerbsteuer (Bayern, 3,5%): 485.000 € * 3,5% = 16.975 €
  • Notar- und Grundbuchkosten (geschätzt): ca. 3.325 €
  • Maklerprovision (Käuferanteil): 11.900 €
  • Gesamte Kaufnebenkosten: 16.975 € + 3.325 € + 11.900 € = 32.200 €
  • Gesamtinvestition: 500.000 € + 32.200 € = 532.200 €

Die Nebenkosten betragen in diesem Beispiel etwa 6,4% des Kaufpreises. Diese Summe muss zusätzlich zum Kaufpreis aus Eigenmitteln oder über das Darlehen finanziert werden, da Banken diese Kosten in der Regel nicht vollständig mitfinanzieren.

Häufige Fälle und Besonderheiten

Beim Kauf einer Eigentumswohnung fallen die gleichen Nebenkosten an, jedoch kann hier zusätzlich die Übernahme von Rücklagen aus der Wohnungseigentümergemeinschaft vereinbart werden. Beim Grundstückskauf ohne Bebauung ist der Wert mobiliarelemente oft null. In Bundesländern mit hohen Steuersätzen wie Nordrhein-Westfalen oder Brandenburg können die Nebenkosten schnell über 10% des Kaufpreises liegen. Es ist wichtig, diese Kosten bereits bei der Angebotsprüfung und der Festlegung des finanziellen Rahmens zu berücksichtigen.

Welches Dokument benötigen Sie?

Nachdem Sie Ihre Kosten kalkuliert haben, benötigen Sie einen rechtsgültigen Kaufvertrag. Für den Kauf eines Hauses empfehlen wir unseren Kaufvertrag - Haus. Diese Vorlage hilft Ihnen, alle wesentlichen Punkte wie Kaufpreis, Zahlungsmodalitäten, Übergabe und Gewährleistung festzuhalten. Der Notar wird diesen Vertragsentwurf als Grundlage für die Beurkundung nehmen. Auch für den Kauf einer Eigentumswohnung oder eines Grundstücks stehen entsprechende Vorlagen zur Verfügung, die spezifische Klauseln wie den Miteigentumsanteil oder die Beschreibung des Flurstücks enthalten.

Häufig gestellte Fragen

Wer zahlt die Grunderwerbsteuer bei einem Immobilienkauf?

Gesetzlich schuldet der Käufer die Grunderwerbsteuer. Im Kaufvertrag kann jedoch vereinbart werden, dass der Verkäufer die Steuer trägt oder sie geteilt wird. Die steuerliche Last liegt aber zunächst beim Käufer.

Kann ich die Notarkosten genau vorher wissen?

Eine exakte Vorab-Kalkulation ist schwierig, da die Gebühren vom individuellen Aufwand des Notars abhängen. Unser Rechner gibt eine realistische Schätzung basierend auf einer vereinfachten Annäherung an den gesetzlichen Gebührenrahmen (GNotKG). Der Notar kann vor Vertragsabschluss einen detaillierten Kostenvoranschlag erstellen.

Warum ist der Steuersatz in jedem Bundesland unterschiedlich?

Die Grunderwerbsteuer ist eine Landessteuer. Jedes Bundesland kann den Hebesatz selbst festlegen, um sein Steueraufkommen zu gestalten. Daher gibt es erhebliche Unterschiede zwischen den Ländern.

Was passiert, wenn ich den Wert der Mobiliarelemente zu hoch ansetze?

Das Finanzamt prüft die Aufteilung zwischen Grundstück und Mobiliar. Eine offensichtlich überhöhte Bewertung der Mobiliarelemente, um die Steuerlast zu mindern, kann zur Korrektur der Bemessungsgrundlage und Nachforderung von Steuern führen.

Sind Maklerprovisionen verhandelbar?

Ja, die Höhe und Aufteilung der Maklerprovision sind grundsätzlich Verhandlungssache. Für Wohnungen und Einfamilienhäuser gilt eine gesetzliche Obergrenze von 50% der Provision für die Partei, die den Makler nicht beauftragt hat. Die endgültige Vereinbarung sollte immer schriftlich im Kaufvertrag festgehalten werden.

Gibt es eine Befreiung von der Grunderwerbsteuer?

Ja, in bestimmten Fällen, z.B. beim Erwerb unter Ehegatten oder Lebenspartnern, bei Erbengemeinschaften oder bei bestimmten Umstrukturierungen von Unternehmen. Die Befreiungen sind im Grunderwerbsteuergesetz (GrEStG) geregelt und erfordern oft einen Antrag beim Finanzamt.