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Rechner Kostenlos und ohne Registrierung Stand der Daten: 20. Oktober 2026

Zinsrechner für Verzugszinsen und Vertragszinsen

Berechnen Sie Zinsen für offene Forderungen in der Schweiz: Verzugszinsen nach OR oder vertragliche Zinsen. Inklusive Berücksichtigung der Zinstage-Methode (360/365 Tage).

Ihre Angaben

Der geschuldete Geldbetrag, für den Zinsen berechnet werden.

Der vertragliche Zinssatz. Ohne Vereinbarung gelten gesetzliche Verzugszinsen von 5% (Art. 104 OR).

Datum, ab dem Zinsen berechnet werden. Bei Verzugszinsen ist dies der Tag nach Fälligkeit und Mahnung (Art. 102 OR).

Datum, bis zu dem Zinsen berechnet werden. Oft das heutige Datum oder das Datum einer (Teil-)Zahlung.

Wie werden Tage pro Jahr gezählt? 360 Tage (übliche kaufmännische Methode) oder 365/366 Tage (exakte Kalendertage).

Wenn ja, wird das Zinseszinsverbot (Art. 105 OR) beachtet: Zinsen werden nur auf das ursprüngliche Kapital berechnet.

Ergebnis

Zinsbetrag (CHF) 35,83 CHF

Gesamtzinsen für den angegebenen Zeitraum. Bei Verzugszinsen ohne Zinseszinsen (einfache Verzinsung).

So wird gerechnet

Zinstage Anzahl Tage, für die Zinsen berechnet werden.
172 Tage
Gesamtsumme (Kapital + Zinsen) Der zu fordernde Gesamtbetrag inklusive Zinsen.
1.535,83 CHF
Bitte beachten
  • Verzugszinsen entstehen erst nach Fälligkeit und Mahnung (Art. 102 OR), es sei denn, ein Verfalltag ist vereinbart.
  • Verzugszinsen dürfen nicht auf bereits aufgelaufene Zinsen berechnet werden (Zinseszinsverbot, Art. 105 Abs. 3 OR). Diese Rechner-Einstellung wird automatisch berücksichtigt.
  • Der maximale Zinssatz für Konsumkredite beträgt 10% (Art. 14 KKG). Für andere Verträge gelten die allgemeinen Schranken des OR.
  • Die Berechnung mit 360 Tagen/Jahr ist kaufmännisch üblich. Für exakte Berechnungen (z.B. bei langen Laufzeiten) wählen Sie 'Kalendertage'.

Unverbindliches Ergebnis, berechnet aus den unten angegebenen Daten und Regeln. Es ersetzt weder eine amtliche Berechnung noch die Beratung durch eine Fachperson.

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Zinsen in der Schweiz berechnen: Verzugszinsen und Vertragszinsen

Wenn eine Geldforderung nicht rechtzeitig bezahlt wird, entstehen in der Regel Verzugszinsen. Auch vertraglich vereinbarte Zinsen für Darlehen oder andere Geschäfte müssen korrekt berechnet werden. Dieser Rechner hilft Ihnen, beide Arten von Zinsen gemäss Schweizer Recht zu ermitteln.

Was sind Verzugszinsen?

Verzugszinsen sind der gesetzliche Zinsanspruch des Gläubigers, wenn der Schuldner eine fällige Geldschuld nicht bezahlt. Der gesetzliche Verzugszinssatz beträgt 5% pro Jahr (Art. 104 Obligationenrecht, OR). Voraussetzung für den Verzug ist, dass die Forderung fällig ist und der Schuldner gemahnt wurde, es sei denn, die Parteien haben einen festen Verfalltag vereinbart (Art. 102 OR). Ein wichtiger Grundsatz ist das Zinseszinsverbot für Verzugszinsen: Auf bereits aufgelaufene Verzugszinsen dürfen keine neuen Zinsen berechnet werden (Art. 105 Abs. 3 OR).

Was sind Vertragszinsen?

Vertragszinsen sind Zinsen, die aufgrund einer Vereinbarung zwischen den Parteien geschuldet werden, z.B. bei einem Darlehen, einem Kauf auf Raten oder einem anderen Kreditgeschäft. Hier können die Parteien den Zinssatz frei vereinbaren, wobei für Konsumkredite ein gesetzlicher Höchstzins von 10% gilt (Art. 14 Konsumkreditgesetz, KKG). Im Gegensatz zu Verzugszinsen können Vertragszinsen im Rahmen der Vereinbarung auch zinseszinsfähig sein.

Wie werden Zinsen berechnet?

Die Grundformel für die Berechnung von Zinsen lautet: Zinsen = Kapital x Zinssatz x (Anzahl Zinstage / Tage pro Jahr).

  • Kapital: Der geschuldete Geldbetrag.
  • Zinssatz: Der jährliche Zinssatz in Prozent.
  • Zinstage: Die Anzahl Tage zwischen Zinsbeginn und Zinsende.
  • Tage pro Jahr: Hier gibt es zwei gängige Methoden:
    • 360-Tage-Methode: Jeder Monat zählt 30 Tage, das Jahr hat 360 Tage. Diese Methode ist im kaufmännischen Verkehr weit verbreitet.
    • Kalendertage-Methode: Es werden die tatsächlichen Kalendertage gezählt, das Jahr hat 365 oder 366 Tage. Diese Methode ist genauer.

Für Vertragszinsen mit Zinseszins wird die Formel Endkapital = Kapital x (1 + Zinssatz)^(Zinstage/Tage pro Jahr) angewendet. Die Zinsen sind dann die Differenz zwischen Endkapital und Anfangskapital.

Beispiel: Verzugszinsen berechnen

Eine Rechnung über 1'500 CHF wurde am 1. Mai 2026 fällig und blieb unbezahlt. Der Gläubiger mahnte am 2. Mai. Er berechnet die Verzugszinsen bis zum 20. Oktober 2026 (173 Tage später) mit der 360-Tage-Methode.

  • Kapital: 1'500 CHF
  • Zinssatz: 5% (gesetzlich)
  • Zinstage: 173 Tage
  • Tage pro Jahr: 360

Berechnung: 1'500 CHF x 0.05 x (173 / 360) = 36.04 CHF. Der Gesamtanspruch beträgt somit 1'536.04 CHF.

Wann sollten Sie welche Dokumente verwenden?

Wenn eine Zahlung aussteht, ist eine Zahlungserinnerung der erste formelle Schritt. Sie können darin den offenen Betrag, das Fälligkeitsdatum und die bereits aufgelaufenen Zinsen aufführen. Bleibt die Zahlung weiter aus, kann ein Betreibungsbegehren notwendig sein, um ein Betreibungsverfahren einzuleiten. Hier müssen der Forderungsbetrag, der Zinssatz und der Zinsbeginn genau angegeben werden. Zur Festhaltung einer Schuld und ihrer Bedingungen eignet sich eine Schuldanerkennung, in der auch ein vereinbarter Zinssatz festgehalten werden kann.

Häufige Fragen und Besonderheiten

Denken Sie daran, dass die rechtlichen Voraussetzungen für den Verzug (Fälligkeit und Mahnung) erfüllt sein müssen. Die Wahl der Zinstage-Methode sollte im Zweifel der branchenüblichen Praxis oder der vertraglichen Vereinbarung entsprechen. Bei komplexen Sachverhalten oder hohen Beträgen empfiehlt sich die Konsultation eines Rechtsanwalts.

Häufig gestellte Fragen

Ab wann darf ich Verzugszinsen berechnen?

Verzugszinsen können Sie berechnen, sobald die Forderung fällig ist und Sie den Schuldner gemahnt haben (Art. 102 OR). Ausnahme: Wenn ein konkreter Verfalltag (z.B. "zahlbar bis 31.12.") vereinbart wurde, tritt der Verzug automatisch am Tag danach ein, ohne dass eine Mahnung nötig ist.

Darf ich auf Verzugszinsen wiederum Zinsen berechnen (Zinseszinsen)?

Nein. Das Obligationenrecht verbietet ausdrücklich, dass Verzugszinsen selbst verzinst werden (Art. 105 Abs. 3 OR). Diese Rechner berücksichtigt das, wenn Sie "Verzugszinsen" auswählen.

Welchen Zinssatz soll ich eingeben, wenn nichts vereinbart wurde?

Wenn keine vertragliche Zinsvereinbarung besteht, gilt für Verzugszinsen der gesetzliche Satz von 5% pro Jahr (Art. 104 OR). Geben Sie daher 5% ein.

Was ist der Unterschied zwischen 360-Tage-Methode und Kalendertagen?

Bei der 360-Tage-Methode hat jeder Monat 30 und das Jahr 360 Tage, was die Berechnung vereinfacht. Bei Kalendertagen werden die tatsächlichen Tage im Jahr (365/366) und die genaue Anzahl Tage im Zeitraum gezählt. Welche Methode gilt, hängt von der Vereinbarung oder Branchenpraxis ab.

Gibt es eine Obergrenze für Zinsen?

Für Konsumkredite gilt ein gesetzlicher Höchstzins von 10% pro Jahr (Art. 14 KKG). Für andere Verträge (z.B. zwischen Unternehmen) gelten die allgemeinen Vorschriften gegen übermässige Zinsen (wucherische Zinsen).

Kann ich mit diesem Rechner auch Zinsen für die Zukunft berechnen?

Ja, geben Sie als Enddatum ein zukünftiges Datum ein. Beachten Sie, dass sich der Anspruch auf Zinsen für die Zukunft natürlich erst mit dem tatsächlichen Ablauf der Zeit konkretisiert.