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Dienstzeugnis

Das Dienstzeugnis ist ein wichtiges Dokument, das Ihre berufliche Tätigkeit und Leistung bestätigt. Mit unserer Vorlage für Österreich können Sie ein aussagekräftiges Dienstzeugnis erstellen oder prüfen lassen.

Dienstzeugnis Muster Österreich: Vorlage zum Ausfüllen & Tipps

Ein Dienstzeugnis ist ein offizielles Dokument, das Arbeitgeber ihren Arbeitnehmern in Österreich am Ende eines Arbeitsverhältnisses ausstellen. Es dient als Nachweis der bisherigen beruflichen Tätigkeit und ist für die weitere Karriere von entscheidender Bedeutung. Ein gut formuliertes Dienstzeugnis kann Türöffner für neue Stellen sein, während ein schlechtes Zweifel wecken kann.

Was ist ein Dienstzeugnis in Österreich?

Ein Dienstzeugnis ist ein schriftlicher Nachweis über ein abgeschlossenes Arbeitsverhältnis. Es bestätigt die Dauer der Anstellung, die ausgeübte Tätigkeit und beurteilt in der Regel auch Leistung und Verhalten des Arbeitnehmers. Im Gegensatz zu einer einfachen Arbeitsbestätigung ist es formaler und folgt bestimmten rechtlichen und stilistischen Konventionen, die im Arbeitsrecht und der Gewerbeordnung ihren Niederschlag finden.

Unterschied zwischen einfachem und qualifiziertem Dienstzeugnis

In Österreich wird zwischen zwei Hauptformen unterschieden:

  • Einfaches Dienstzeugnis: Dieses bestätigt lediglich die Dauer des Arbeitsverhältnisses und die Art der ausgeübten Tätigkeit. Es enthält keine Bewertung der Leistung oder des Verhaltens.
  • Qualifiziertes Dienstzeugnis: Dies ist die häufigste Form. Es enthält neben den Grunddaten auch eine Beurteilung der Arbeitsleistung, des Fachwissens und des sozialen Verhaltens des Arbeitnehmers während der Beschäftigungszeit. Die Formulierungen sind hierbei von besonderer Bedeutung und müssen präzise gewählt werden, um den gesetzlichen Anforderungen zu genügen.

Wichtige Inhalte eines Dienstzeugnisses

Ein vollständiges und korrektes Dienstzeugnis sollte folgende Punkte enthalten:

  • Persönliche Daten: Vollständiger Name, Geburtsdatum und Anschrift des Arbeitnehmers.
  • Dauer des Arbeitsverhältnisses: Exakter Beginn und Beendigungsdatum.
  • Tätigkeitsbeschreibung: Eine präzise und vollständige Darstellung der ausgeübten Tätigkeiten, Aufgaben und Verantwortungsbereiche.
  • Leistungsbeurteilung: Eine Bewertung der fachlichen Leistungen, der Arbeitsweise, des Engagement und des Erfolgs, die den tatsächlichen Gegebenheiten entspricht.
  • Verhaltensbeurteilung: Eine Einschätzung des Sozialverhaltens gegenüber Vorgesetzten, Kollegen und gegebenenfalls Kunden.
  • Beendigungsgrund: Der Grund für die Beendigung des Arbeitsverhältnisses (z.B. eigenes Austrittsgesuch, einvernehmliche Lösung, Kündigung durch den Arbeitgeber).
  • Schlussformel und Unterschrift: Eine Schlussformel mit guten Wünschen für die Zukunft, Ort, Datum und die eigenhändige Unterschrift eines autorisierten Vertreters des Arbeitgebers mit Angabe der Funktion.

Formale Anforderungen und Aufbau

Ein Dienstzeugnis sollte auf dem offiziellen Firmenbriefpapier verfasst sein. Es muss klar, wahrheitsgemäß und wohlwollend formuliert sein. Der Aufbau folgt meist einer logischen Reihenfolge: Überschrift, Einleitung mit persönlichen Daten, Beschreibung der Tätigkeit, Beurteilung von Leistung und Verhalten, Beendigungsgrund und abschließende Formel. Die Einhaltung dieser Struktur erleichtert die Prüfung auf Vollständigkeit und Korrektheit.

Häufige Formulierungen und deren Bedeutung

Die Sprache in Dienstzeugnissen ist oft codiert. Hier einige Beispiele und ihre gängige Interpretation:

  • „Stets zu unserer vollsten Zufriedenheit“ oder „Zur vollsten Zufriedenheit“: Entspricht der Note „Sehr gut“.
  • „Zu unserer vollen Zufriedenheit“: Entspricht der Note „Gut“.
  • „Zu unserer Zufriedenheit“: Eine durchschnittliche Bewertung („Befriedigend“).
  • „Im Großen und Ganzen zu unserer Zufriedenheit“ oder ähnliche Einschränkungen deuten auf Mängel hin und sollten kritisch hinterfragt werden.
  • Fehlende Steigerungsformen oder die Nennung von „Soft Skills“ ohne konkrete Beispiele können ebenfalls als versteckte Kritik gewertet werden.

Rechtliche Grundlagen und Anspruch auf ein Dienstzeugnis in Österreich

Der Anspruch auf ein Dienstzeugnis ist im österreichischen Arbeitsrecht, insbesondere im Arbeitsverfassungsgesetz (ArbVG) und der Gewerbeordnung (GewO), verankert. Jeder Arbeitnehmer hat das Recht, am Ende seines Arbeitsverhältnisses ein Dienstzeugnis zu verlangen. Der Arbeitgeber ist verpflichtet, dieses auszustellen. Es muss die tatsächlichen Verhältnisse wahrheitsgemäß darstellen, darf den Arbeitnehmer aber nicht behindern, weshalb eine wohlwollende Formulierung geboten ist. Bei Uneinigkeit über den Inhalt kann der Arbeitnehmer innerhalb bestimmter Fristen rechtliche Schritte einleiten oder eine Klage beim zuständigen Arbeitsgericht einreichen.

Wie fordere ich ein Dienstzeugnis an?

Es empfiehlt sich, das Dienstzeugnis schriftlich anzufordern, idealerweise noch während der Kündigungsfrist. Die Anforderung kann formlos per E-Mail oder Brief erfolgen, sollte aber den gewünschten Typ (einfach oder qualifiziert) sowie den gewünschten Ausstellungszeitpunkt (i.d.R. zum letzten Arbeitstag) enthalten. Ein höflicher und bestimmter Ton ist angebracht. Das Anfordern eines Dienstzeugnisses ist auch nach Beendigung des Arbeitsverhältnisses möglich, wobei der Anspruch bestehen bleibt.

Tipps zum richtigen Schreiben und Prüfen eines Dienstzeugnisses

Für Arbeitgeber: Seien Sie konkret, verwenden Sie positive, aber realistische Formulierungen und vermeiden Sie versteckte Abwertungen. Prüfen Sie Rechtschreibung und Grammatik sorgfältig. Eine klare Strukturierung hilft, alle relevanten Aspekte abzudecken.

Für Arbeitnehmer: Prüfen Sie Ihr erhaltenes Dienstzeugnis sofort auf Vollständigkeit und Richtigkeit. Achten Sie auf die oben genannten Formulierungsnuancen und vergleichen Sie das Zeugnis mit Ihrer tatsächlichen Leistung und Ihren Aufgaben. Haben Sie das Gefühl, dass das Zeugnis nicht der vereinbarten Leistung entspricht oder Fehler enthält, sprechen Sie dies umgehend und schriftlich beim Arbeitgeber an. Bei fortbestehenden Differenzen sollten Sie rechtlichen Rat einholen.

Beispielhafte Vorlage zum Ausfüllen

Eine strukturierte Vorlage hilft, kein wichtiges Element zu vergessen. Eine gute Vorlage für ein qualifiziertes Dienstzeugnis enthält Platzhalter für alle oben genannten Inhalte: Von der Überschrift „Dienstzeugnis“ über die Einleitung mit persönlichen Daten, die ausführliche Tätigkeitsbeschreibung, Abschnitte für Leistungs- und Verhaltensbeurteilung bis hin zur Schlussformel. Ein solches Muster zum Ausfüllen stellt sicher, dass das Dokument formal korrekt und vollständig wird. [Hier könnte ein Link zu einer herunterladbaren PDF-Vorlage oder einem interaktiven Online-Tool eingefügt werden.]

Häufig gestellte Fragen (FAQ) zum Dienstzeugnis

Welche Inhalte muss ein Dienstzeugnis haben?
Ein qualifiziertes Dienstzeugnis muss neben den persönlichen Daten und der Tätigkeitsbeschreibung eine wohlwollende und wahrheitsgemäße Beurteilung von Leistung und Verhalten enthalten sowie den Beendigungsgrund nennen.

Was ist der Unterschied zwischen einem einfachen und einem qualifizierten Dienstzeugnis?
Das einfache Dienstzeugnis bestätigt lediglich die Anstellung und die ausgeübte Tätigkeit, während das qualifizierte Dienstzeugnis zusätzlich eine detaillierte Bewertung der Leistung und des Verhaltens des Arbeitnehmers beinhaltet.

Wie schreibe ich ein Dienstzeugnis richtig?
Verwenden Sie eine klare, wohlwollende und wahrheitsgemäße Sprache. Strukturieren Sie das Dokument logisch mit allen erforderlichen Elementen. Eine Vorlage kann dabei eine wertvolle Hilfe sein, um Vollständigkeit und Korrektheit zu gewährleisten.

Welche Formulierungen sind im Dienstzeugnis üblich?
Üblich sind gestufte Formulierungen wie „zur vollsten Zufriedenheit“ (sehr gut), „zur vollen Zufriedenheit“ (gut) oder „zur Zufriedenheit“ (befriedigend). Jede Abweichung oder Einschränkung sollte genau geprüft werden, da sie eine versteckte Bewertung darstellen kann.

Habe ich einen Anspruch auf ein Dienstzeugnis?
Ja, jeder Arbeitnehmer in Österreich hat nach Beendigung des Arbeitsverhältnisses einen gesetzlichen Anspruch auf die Ausstellung eines Dienstzeugnisses.

Kann ich mein Dienstzeugnis nachträglich anfordern?
Ja, der Anspruch auf ein Dienstzeugnis bleibt auch nach Beendigung des Arbeitsverhältnisses bestehen. Es ist ratsam, dies schriftlich zu tun. Die Durchsetzung kann jedoch nach längerer Zeit und ohne bestehendes Arbeitsverhältnis komplexer werden.

Erstellen Sie jetzt mit unserer Dienstzeugnis Vorlage ein aussagekräftiges Zeugnis!

Dokumentvorschau Word und PDF

Dienstzeugnis

Einleitung

Hiermit bestätigt der Dienstgeber __________ mit Sitz in __________, dass Herr/Frau __________, geboren am __________, wohnhaft in __________, im Unternehmen vom __________ bis zum __________ beschäftigt war.

Das Dienstverhältnis endete, weil __________.

Tätigkeitsbeschreibung

Während der Beschäftigungszeit oblagen dem Dienstnehmer folgende Tätigkeiten und Verantwortlichkeiten: __________

Schlussformel

Wir bedauern das Ausscheiden von Herrn/Frau __________ und danken für die stets geleisteten Dienste.

Für die berufliche und private Zukunft wünschen wir alles Gute.

Abschluss

__________, am __________

Für den Dienstgeber:

Unterschrift: __________

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