Patientenverfügung
Mit der Patientenverfügung legen Sie fest, welche medizinischen Behandlungen Sie wünschen oder ablehnen, falls Sie selbst nicht mehr entscheiden können. Unsere Vorlage für Österreich hilft Ihnen, Ihre Wünsche klar zu formulieren und rechtlich abzusichern.
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Erstellt gemäß geltendem Recht. Wie wir diese Vorlage erstellen und prüfen
Regelmäßig überprüfte und aktualisierte Vorlage. Wie wir diese Vorlage erstellen und prüfen
Patientenverfügung in Österreich erstellen: Das Wichtigste im Überblick
Eine Patientenverfügung ist ein zentrales Vorsorgedokument, das Ihre Selbstbestimmung in medizinischen Angelegenheiten sichert. Sie kommt dann zum Tragen, wenn Sie aufgrund einer Krankheit oder eines Unfalls nicht mehr in der Lage sind, Ihren Willen zu äußern. In diesem Dokument legen Sie fest, welche medizinischen Behandlungen und Maßnahmen Sie in bestimmten Situationen wünschen oder ausdrücklich ablehnen.
Was ist eine Patientenverfügung?
Die Patientenverfügung ist eine schriftliche Willenserklärung für den Fall der eigenen Einwilligungsunfähigkeit. Ihr Zweck ist es, Ärzten und medizinischem Personal verbindliche Anweisungen zu geben, um Ihren mutmaßlichen Willen zu respektieren. Sie betrifft vor allem Entscheidungen am Lebensende oder bei schweren, unheilbaren Erkrankungen. Ohne eine solche Verfügung müssen Ihre Angehörigen oder ein gerichtlich bestellter Betreuer im Zweifelsfall entscheiden, was oft eine große Belastung darstellt.
Inhalt einer Patientenverfügung: Was muss drinstehen?
Eine aussagekräftige Patientenverfügung besteht aus zwei wesentlichen Teilen:
- Konkrete medizinische Anordnungen: Hier legen Sie fest, welche Maßnahmen Sie in spezifischen Situationen wünschen oder ablehnen. Dazu gehören beispielsweise lebensverlängernde Maßnahmen wie künstliche Beatmung, Wiederbelebung (Reanimation), künstliche Ernährung oder Dialyse. Je präziser die Beschreibung der Situation (z.B. "bei irreversibler Bewusstlosigkeit", "im Endstadium einer unheilbaren Krankheit"), desto klarer ist die Anweisung für die behandelnden Ärzte.
- Persönliche Werte, Lebens- und Krankheitsvorstellungen: Dieser Abschnitt ist ebenso wichtig. Erklären Sie Ihre grundsätzliche Einstellung zu Leben, Krankheit, Leiden und Sterben. Was bedeutet für Sie Lebensqualität? Welche Zustände möchten Sie um jeden Preis vermeiden? Diese allgemeinen Ausführungen helfen bei der Interpretation Ihrer konkreten Anordnungen in nicht exakt vorhergesehenen Situationen.
Rechtliche Gültigkeit und Formvorschriften in Österreich
In Österreich ist die Patientenverfügung gesetzlich verankert. Für ihre rechtliche Gültigkeit muss sie schriftlich verfasst und eigenhändig unterschrieben sein. Es wird empfohlen, das Dokument mit Ort und Datum zu versehen. Eine notarielle Beglaubigung oder eine Beglaubigung durch einen Rechtsanwalt ist nicht zwingend erforderlich, erhöht aber die formelle Beweiskraft und erschwert spätere Anfechtungen. Wichtig ist, dass Sie zum Zeitpunkt der Erstellung urteilsfähig sind, also die Tragweite Ihrer Entscheidungen verstehen können.
Wann ist eine Patientenverfügung sinnvoll und wann greift sie?
Eine Patientenverfügung ist für jeden Erwachsenen sinnvoll, unabhängig von Alter oder Gesundheitszustand. Unfälle oder schwere Erkrankungen können jeden treffen. Sie greift ausschließlich dann, wenn Sie einwilligungsunfähig sind und die in der Verfügung beschriebene gesundheitliche Situation eingetreten ist. Solange Sie noch selbst entscheiden können, haben Ihre mündlichen Äußerungen Vorrang vor dem schriftlichen Dokument. Die Verfügung bindet den behandelnden Arzt, sofern die medizinische Lage mit den beschriebenen Umständen übereinstimmt.
Schritt-für-Schritt-Anleitung zum Ausfüllen Ihrer Patientenverfügung
So gehen Sie vor, um Ihre Patientenverfügung zu erstellen:
- Informieren und reflektieren: Beschäftigen Sie sich intensiv mit den möglichen medizinischen Situationen und Maßnahmen. Fragen Sie sich, was für Sie ein lebenswertes Leben ausmacht.
- Vorlage auswählen und herunterladen: Nutzen Sie eine seriöse Vorlage, die auf österreichisches Recht zugeschnitten ist.
- Persönliche Daten eintragen: Tragen Sie vollständig Ihren Namen, Geburtsdatum und Adresse ein.
- Allgemeine Wertvorstellungen formulieren: Beschreiben Sie in eigenen Worten Ihre grundsätzliche Haltung.
- Konkrete Anordnungen treffen: Entscheiden Sie sich bei jeder aufgeführten Maßnahme (z.B. Schmerztherapie, künstliche Ernährung) für Zustimmung oder Ablehnung und definieren Sie die Situation, in der dies gelten soll.
- Dokument vervollständigen: Lesen Sie den gesamten Text sorgfältig durch. Setzen Sie Ort und Datum.
- Unterschreiben: Versehen Sie die Verfügung mit Ihrer eigenhändigen Unterschrift.
- Verwahren und verteilen: Bewahren Sie das Original an einem gut zugänglichen Ort auf und geben Sie Kopien an Ihre Vertrauensperson, Ihren Hausarzt und allenfalls Ihren Bevollmächtigten weiter.
Kosten und notarielle Beglaubigung einer Patientenverfügung
Die Kosten für eine Patientenverfügung können variieren. Wenn Sie sie selbst mit einer Vorlage erstellen, entstehen nur Kosten für Druck und eventuelle Beratung. Eine anwaltliche Beratung oder notarielle Beurkundung verursacht zusätzliche Gebühren, die sich nach dem jeweiligen Aufwand richten. Wie erwähnt, ist die notarielle Beglaubigung gesetzlich nicht vorgeschrieben, kann aber im Streitfall von Vorteil sein.
Abgrenzung und Zusammenspiel mit der Vorsorgevollmacht
Es ist wichtig, Patientenverfügung und Vorsorgevollmacht zu unterscheiden und idealerweise zu kombinieren:
- Patientenverfügung: Sie enthält direkte Anweisungen an den Arzt bezüglich medizinischer Maßnahmen. Sie ist eine "Anordnung".
- Vorsorgevollmacht: Hier bevollmächtigen Sie eine oder mehrere Vertrauenspersonen, in Ihrem Namen Entscheidungen zu treffen – auch über medizinische Belange hinaus, z.B. in finanziellen oder administrativen Angelegenheiten. Sie ist eine "Vertretungsermächtigung".
Die Vorsorgevollmacht ermöglicht es Ihrer Vertrauensperson, flexibel auf Situationen zu reagieren, die in der Patientenverfügung nicht detailliert beschrieben sind. Beide Dokumente ergänzen sich ideal.
Häufig gestellte Fragen (FAQ) zur Patientenverfügung in Österreich
Was muss in einer Patientenverfügung stehen?
Sie muss Ihre konkreten medizinischen Wünsche für definierte Situationen sowie eine Erläuterung Ihrer persönlichen Werte und Lebensvorstellungen enthalten.
Wie lange ist eine Patientenverfügung gültig in Österreich?
Eine Patientenverfügung hat keine gesetzliche Befristung. Es wird jedoch dringend empfohlen, sie regelmäßig (z.B. alle 3-5 Jahre) zu überprüfen, zu bestätigen oder zu erneuern, um sicherzustellen, dass sie noch Ihrem aktuellen Willen entspricht.
Muss eine Patientenverfügung notariell beglaubigt werden?
Nein, die eigenhändige Unterschrift reicht für die Gültigkeit aus. Eine Beglaubigung kann jedoch die formelle Beweiskraft stärken.
Was kostet eine Patientenverfügung in Österreich?
Die Kosten können von null (bei Eigenfertigung mit Vorlage) bis zu mehreren hundert Euro (bei notarieller Beurkundung) reichen.
Wann greift eine Patientenverfügung?
Sie greift nur, wenn Sie selbst nicht mehr entscheidungsfähig sind und die darin beschriebene gesundheitliche Lage vorliegt.
Kann ich eine Patientenverfügung selbst erstellen?
Ja, das ist möglich und rechtlich wirksam. Die Verwendung einer qualitativ hochwertigen Vorlage und gegebenenfalls eine ärztliche oder rechtliche Beratung werden empfohlen.
Was ist der Unterschied zwischen Patientenverfügung und Vorsorgevollmacht?
Die Patientenverfügung gibt direkte Anweisungen an den Arzt. Die Vorsorgevollmacht ermächtigt eine Person, in Ihrem Namen Entscheidungen zu treffen. Beide Dokumente sind wichtig für eine umfassende Vorsorge.
Eine gut durchdachte Patientenverfügung ist ein Akt der Selbstbestimmung und Fürsorge. Sie entlastet Ihre Angehörigen in einer emotional schwierigen Zeit und stellt sicher, dass Ihre persönlichen Wünsche respektiert werden.
Patientenverfügung
Einleitung
Ich, __________, erkläre hiermit als Verfügender in voller geistiger Klarheit und nach reiflicher Überlegung meinen Willen für den Fall, dass ich mich in einer medizinischen Situation befinde, in der ich meinen Willen nicht mehr selbst äußern kann. Diese Verfügung gilt für den Fall meiner Entscheidungsunfähigkeit. Sie wurde in __________ am __________ errichtet. Ich bin über die Tragweite dieser Erklärung informiert und bin mit ihrem Inhalt einverstanden: Sí.
Persönliche Daten
Zur eindeutigen Identifikation werden folgende persönliche Daten angegeben:
- Vollständiger Name: __________
- Adresse: __________
- Geburtsdatum: __________
Grundsätzliche Einstellung
Meine grundsätzliche Einstellung zu Leben, Krankheit und Sterben ist geprägt von folgenden Überlegungen: __________. Dabei ist mir die Lebensqualität, die Vermeidung von Leiden und ein würdevolles Sterben von besonderer Bedeutung.
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